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2010-11-07 | 34. Uderslebener Waldlauf

Weisheiten begleiten unser Leben. Sie helfen uns, Dinge zu erklären oder eine Begründung zu finden, warum wir etwas tun müssen. Eine solche Weisheit ist, dass es kein schlechtes Läuferwetter gibt, es sei denn, der Betroffene hat nicht das richtige angezogen. Zum 34. Uderslebener Waldlauf konnte jeder Teilnehmer an sich selbst prüfen, wie genau das zutrifft. Der Oktober hat uns vorgemacht, wie schönes Wetter geht, aber den November interessiert das nicht. Auf dem Thermometer 4°C und schaurig dunkler Himmel mit geöffneten Schleusen - Herbst at its best. Aber trotzdem kamen unverwüstliche 82 Teilnehmer bestehend aus 65 Läuferinnen und Läufern und 17 Mountain Bikern.
Es gab zwar keine Ehrungen für den oder die Jüngste(n) oder Älteste(n), dennoch sei erwähnt, dass Tom Wigger Jahrgang 2007 die Stadionrunde in 04:10min. zeitgleich mit Christopher Wolff Jahrgang 2006 gewann. Und auch mit 74 Jahren kann man noch durch den Uderslebener-Forst-Schlamm laufen. Das bewies Dieter Jähnicke vom SV Kyffhäuser aus Bad Frankenhausen. Dabei ließ er jüngeres Volk hinter sich.
Licht war wetterbedingt nicht viel, aber trotzdem gab es ein wenig Schatten. Die ersten Herbststürme hatten einige Bäume und Sträucher auf dem letzten Drittel der Strecke verteilt. Nachdem die Mountain Biker einige Spuren auf einem falschen Abzweig hinterlassen hatten, nahmen das Läuferinnen und
Läufer der 17km-Strecke zum Anlass, ihnen auf der falschen Fährte zu folgen. Unfreiwillig verlängerte sich für einige dadurch die Strecke um bis zu 2km. Der Veranstalter versuchte kurzer Hand, einen weiteren Streckenposten dorthin zu beordern. Das gelang und danach fand der Rest den richtigen Weg. Michael Müller, zweitplatzierter auf der Langdistanz nach einem weiteren
Gast (Phillip Willaschek) vom LC Erfurt kostete der Ausflug trotz Streckenerfahrung einige Minuten aber keine Plätze. Nebenbei bemerkt lief er am Vortag Untertage beim Kristalllauf und gewann ohne Streckenzugabe. (UR)